HELTER SKELTER 2010
Schneller gucken
FAST ART Im Kulturpalast Wedding International schlägt der Kunst immer genau eine Stunde
Wie viel Zeit gönnt man eigentlich der Kunst? Wenn man zum Beispiel durch ein Museum schlendert und die Augen schweifen lässt, bis der Blick irgendwo einhakt und stehen bleibt, dann bleiben dem ausgewählten Bild oder sonstigen Artefakt doch bestenfalls ein paar Minuten, um sich zu beweisen, und schon huscht der Blick weiter. So betrachtet ist das als “schnellstes Festival der Saison” annoncierte “Helter Skelter Festival” im Kulturpalast Wedding International eigentlich eine Entschleunigung. Denn hier schaut man immerhin eine ganze Stunde auf eine Kunst. Aber keine Sekunde länger. Und noch einmal zur Vergewisserung nachschauen ist danach auch nicht mehr, weil da in dem beschleunigten Ausstellungsprinzip bereits die nächste Kunst ihren Einsatz hat. Wieder eine Stunde und insgesamt zwölf Stunden lang. Jeweils drei Künstler präsentieren dabei gleichzeitig ihre Positionen, die Schnell-Installationen, Performances oder klassische Wandarbeiten sein können, und parallel dazu gibt es einstündige Auftritte von Musikern und Bands. Um größtmögliche Spannungen zu erzeugen, wurde die Zuordnung der Künstler und auch die Abfolge des Musikprogramm vorab ausgelost. “Helter Skelter”-Eröffnung ist heute um 14 Uhr mit einem Sektempfang, um 15 Uhr startet dann das schnelle Einstundenprogramm. TM
HELTER SKELTER 2009
Die Ausstellung Helter Skelter Spendengelder im Kulturpalast Wedding International war Begegnungsort von Künstlern. Jede Stunde hingen andere Bilder an den Wänden, spielten andere Musiker. Das könnte chaotisch und überladen wirken, aber es war wie der Besuch eines Zauberwaldes. Wir sollten eine Zeitlang nur Mütter regieren lassen, sagte ein Künstler. Aber eine Mutter hatte beschlossen, zuerst mit Kindern und Enkelkindern in Ruhe Abendbrot zu essen und den Tapeman verpasst. Helge habe mit vierzig Grad Fieber Musik geboten, die fast nur aus einem Ton bestanden habe und fesseln konnte. Künstler beteuerten einander, dass sie Anarchisten und Revolutionäre sind. ´Ich hätte den Computerstick von Christoph Dorn gern abgezogen und mitgenommen, um ihn in Ruhe anzusehen. Aber das macht man nicht.´ Wir wollen Revolution, eine friedliche Revolution, sagte ein Vertreter der Galerie Walden…
(http://www.kunstlandschaft-spandau.de/kulturfeuilleton_spandau.htm)
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From the articles – Künstlerblog
Geschichten und Fotos zum Haus, zum Viertel und Sonderbares aus dem Weddinger Alltag gibt es auf http://www.jingchiang.net. Der Kulturpalast aus Sicht einer Künstlerin aus Malaysia.
For storys and photographs around the house and the quarter and a strange german everyday life – please check this site: http://www.jingchiang.net. A malaysian view of the Kulturpalast.
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