*quick and dirty

Januar 30, 2010

Sonnabend, 30.01.2010 um 20 Uhr:
*quick & dirty / Ich denke schneller
Die österreichische Performancegruppe BLANK zersetzt den Kulturpalast

Jänner 2010: Aufschlag Österreich. Die denken schneller. BLANK inszeniert Situationen, die sich im Grenzbereich zwischen Performance und Installation befinden und arbeitet vorm Endprodukt. Das künstlerische Interesse richtet sich auf das, was üblicherweise Rahmenbedingung genannt wird; auf die Erwartungen, Vorurteile und Voraussetzungen, die immer schon wirksam sind, wenn Kunst stattfindet. In den Kulturpalast reist BLANK mit einem ortsgebundenen Programm unbekannten Ausmaßes und präziser Wirkungsweise. BLANK sagt:

“Ich denke schneller
Denken, in seiner institutionalisierten Form als akademische Wissenschaft oder Philosophie ist üblicherweise einsam, langsam und strebsam auf argumentative Reinheit bedacht. Nichts Aktuelles, Zufälliges, aus der eigenen Befindlichkeit sich Ergebendes soll den sauberen Gedankengang stören. Das fertige Produkt, das Gedachte also, meist in Form des Geschriebenen, soll die Spuren seiner Entstehungsgeschichte tilgen, den Ansprüchen allgemeiner Nachvollziehbarkeit genügen und sich – faux pas par excellence – von allen Unbedachtsamkeiten gesäubert präsentieren. Was aus dem Geschrieben oder Vorgelesenen eines Vortrags ausgespart wird und werden muss, ist die Praxis des Denkens selbst…
Dem Gedachten sieht man die Geste des Denkens nicht mehr an: Keine Tippfehler, keine Streichungen und Korrekturen, kein hektisches Auf- und Abwandern auf der Suche nach dem nächsten Satz, keine auf der Tastatur herumliegenden Haare, die einem ausgefallen sind, weil man ständig in ihnen wühlt, keine Unreinheiten, mit denen man sich herumschlägt unterwegs zum sauber Gemachten. Eine einzige große Müllabfuhr, Denken im Auftrag des Ordnungsdiensts. Der Denker muss nie aufs Klo. Er hat keinen Körper und er kennt keinen Alltag.

Ich denke schneller produziert live, quick & dirty. Was sich vor Ort an Gelegenheiten bietet, wird auf der Stelle in Gedachtes transformiert, kein Nachdenken und kein Vordenken, alles gleichzeitig und damit bestimmt Müll. Kann auch gleich wieder entsorgt werden, braucht man nicht aufheben. Steht kurz da und ist auch schon wieder weg, das Weg ist das Ziel, nicht der Weg.“

Ein Kehraus für einen Abend. Das können wir gebrauchen.

Wir freuen uns auf Herwig Kopp, Paul Arthur Linner, Moritz Majce, Sandra Manhartseder, Rüdiger Reisenberger, Attila Tornyi, Georg Tremmel, Kordula Wallisch und Katharina Wallisch

Mehr Bilder auch unter http://www.katapult.org/moritzmajce/zackzack/





Saturday, January 30th at 8 p.m.: 

*quick and dirty/I think quicker
the Austrian performance group BLANK shatters the Kulturpalast

January 2010: 1st play Austria. They think quicker. BLANK stages situations, which are on the limits between performance and installation and works before the final product. The artistic interest focuses on something usually called basic condition: on expectations, prejudices and requirements, which are always effective when art is taking place.

With a place-bounded program of an extent formerly unknown and precise mode of action, BLANK travels to the Kulturpalast. BLANK says:

“I think quicker

Thinking in its institutionalized form as academic science or philosophy is usually lonely, slowly and ambitiously considered on purity. Nothing current, accidental or from your own state of mind resulting may disturb the clean train of thought. The finished product (the thoughts), mostly in a written way, shall erase the traces of its genesis, satisfy the demands of general traceability and – faux pas par excellence – present itsself rid from all imprudences. What shall leave out from a lecture’s written and read is the practice of thinking itsself …
You do not see the thought treated as an action of thinking: no typing errors, no deletions or corrections, no hectic wandering on the search of the next line, no lying around hair on the keyboard falled out because of tearing, no impurities you have to cope on your way to the cleaned up. One big garbage collection and thinking on behalf of order service. The thinker never goes to the loo. He has no body and does not know everyday life.

I think quicker produces live, quick and dirty. What provides opportunities on the spot is transformed immediately into thoughts, no reconsidering and no mentoring, everything at the same time and definitely no trash. Disposing is possible; you do not need to keep it. Stands there and is gone already; gone is the goal, not the way.”

A final clean up for one evening. We could need it.

We are looking forward to Herwig Kopp, Paul Arthur Linner, Moritz Majce, Sandra Manhartseder, Rüdiger Reisenberger, Attila Tornyi, Georg Tremmel, Kordula Wallisch und Katharina Wallisch.

Please check http://www.katapult.org/moritzmajce/zackzack/ too.


Gruppe BLANK  30.01.10

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