Freitag, 28.04.2017, 21 Uhr

*Lütfen Lüften, Fenster öffnen
Performance, Musik & Fenster

Zum Gallery Weekend zeigen wir Musik und Fenster in den wiedergefundenen Fragmenten des Bernsteinzimmers. Tretet durch das Spiegelportal und werdet Teil des Experiments. Beginn ist um 21 Uhr.

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*Bernsteinzimmer 2.0.

Februar 19, 2017

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Bernsteinzimmer 2.0
Martin Löhr / Henrik Jacob / Frederik Foert

Ausstellungseröffnung am 24.Februar 2017 um 20 Uhr
Ausstellung vom 24.02. bis 19.03. 2017
geöffnet Sa & So von 16 bis 20 Uhr, u.n.V.
Finissage am Sonntag, 19.März 2017 ab 16 Uhr

Kulturpalast Wedding International arbeitet an einer neuen Baustelle:

Bei Renovierungsarbeiten im Keller des Anwesens in der Freienwalder Straße 20, Berlin-Wedding, stießen die Handwerker einer Sanitärfirma auf ein tiefer gelegenes bisher vermauertes Gewölbe. Hier fanden sie 42 eingestaubte, versiegelte Holzkisten.
Nach einer ersten Sichtung des Inhalts identifizierten die hinzugezogenen Sachverständigen Martin Löhr, Henrik Jacob und Frederik Foert die ornamentalen Fundstücke als Überreste des seit Kriegsende als verschollen geltenden sagenumwobenen
Bernsteinzimmers. Der Kulturpalast Wedding International hat diesen Schatz aus seinem Dornröschenschlaf geborgen und freut sich als Zwischenstand der bisherigen Forschungsergebnisse eine erste prunkvolle Rekonstruktion des achten Weltwunders in seinen Räumen präsentieren zu können.

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*Dunkelheit und Licht

November 21, 2016

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Julia Schramm 
*Dunkelheit und Licht
 
Ausstellungseröffnung: Freitag,25.11.2016 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 25.11.2016 bis 04.12.2016
Finissage: Sonntag, 04.12.2016 um 20 Uhr
Die Berliner Künstlerin Julia Schramm malt Wesen. Auf ihren Leinwänden erscheinen surreale Menschenähnliche und kosmische Mischwesen, finden Kontur und verschwinden wieder. Die in einem klassischen Portraitmodus dargestellten Figuren dienen lediglich als Ankerplatz für das Auge des Betrachters, um fortan im Wechselspiel von Farbe und Form zu zerfliessen. Das Atmen des abgebildeten Motivs ist bei Julia Schramm keine originelle stilistische Geste sondern eine Verbeugung vor den Möglichkeiten der Malerei. Mittels differenziertem Farbauftrag, Gegenüberstellung von Dunkelheit und Licht, Abstraktion und Figuration erfindet die Künstlerin in ihren Bildern dramatische Kompositionen, in denen sich der faszinierte Betrachter als Bestandteil eines kosmischen Geheimnisses wiederfindet.
Julia Schramm, 1985 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Malerei bei Antje Majewski an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee und beendete ihr Studium 2012 als Meisterschülerin. Die Ausstellung Dunkelheit und Licht ist nach mehreren Ausstellungsbeteiligungen ihre erste Einzelausstellung im Kulturpalast Wedding.
Abbildung: Julia Schramm, “Wilder Mann“, Öl auf Leinwand, 2016, 70x70cm
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*Dead or Alive

Oktober 25, 2016

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Bei einigen Künstlern und deren Arbeiten wäre es grob fahrlässig sie nicht im Portfolio eines Berliner Ausstellungsraums zu haben. Bob Rutman, aka der Mayor von Berlin, geboren 1931 ebenda, gehört dazu. Landschaft, Stahl und Cello im Kulturpalast:

Bob Rutman
*Dead or Alive

Eröffnung am Freitag, 28.Oktober 2016 um 20 Uhr
mit einem Steel- Cello- Konzert
Ausstellungsdauer vom 29.10. bis 06.11.2016
geöffnet Fr / Sa / So von 16 – 20 Uhr 

Konzerte zur Finissage:
Freitag, 04.11.2016 um 20 Uhr
Sonntag, 06.11.2016 um 18 Uhr

„Ich wollte auch ein Hitlerjunge sein – sie hatten so schöne Uniformen. und Trommeln und Trompeten. aber ich durfte nicht – weil ich Jude war. Meine Mutter war schon im Ausland und hatte mich bei einer Bekannten untergebracht. Diese drohte mich den Nazis zu übergeben – so bin ich schliesslich eine Woche vor dem offiziellen Kriegsbeginn in England angekommen. …Später in NY hatte ich einen Bürojob, aber ich habe den ganzen Tag nur gezeichnet und bin dann ohne ein Wort abgehauen..“

„Heute bin ich sehr froh wieder in Berlin zu leben, denn in den USA weiss man Kunst und Kultur nicht so sehr zu schätzen – und wahrscheinlich würde ich dort als mittelloser Mensch auf der Strasse leben. Hier habe ich viele Freunde und Unterstützer..“

Bob Rutman, Maler, Musiker und Allroundkünstler, kennt die Welt. Nach seiner Flucht aus Nazideutschland lebte er weltumfassend im Exil und landete schliesslich in New York, wo er sein erstes Steel- Cello baute. Mit diesem reiste er zurück nach Europa und verdiente damit in wenigen Monaten mehr Geld als zuvor in zehn Jahren USA. Seine Reise endete schliesslich, einen Monat vor dem Mauerfall, in Westberlin. Hier baut er seitdem Instrumente aus Holz und Stahl, spielt in Kirchen oder auch Clubs, wie Berghain und White Trash. Im Kulturpalast Wedding tritt Bob Rutman mit einer Reihe selbstentworfener Instrumente wie Steelcello und Styrophon auf. Komplettiert wird die Ausstellung von einer kleinen Serie Landschaftsbilder, die der Künstler, der im Geiste des Schriftstellers Henry David Thoreau eine Zeitlang in der Wildnis lebte, in Maine/ USA malte.

Die Ausstellung wird kuratiert von Bernd Böhlendorf und ist die erste Einzelausstellung von Bob Rutman im Kulturpalast Wedding. Mehr zum Künstler und seiner Musik gibt es in nachfolgendem Video. Ein beeindruckender Konzertmitschnitt von Bernd Böhlendorf bei Berlin Atonal im Kraftwerk Mitte.


Nachfolgend ein Video vom Eröffnungskonzert am 28.10.2016 im Kulturpalast Wedding (edit bnd):

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https://www.youtube.com/watch?v=MsX7EFjtyoM&feature=youtu.be

 

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*Wave If You Are Real

September 13, 2016

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*Wave If You Are Real

Eine Ausstellung mit Arbeiten von
Fatima Njai, Mark Met, Nora Below & Silky aka Silke Thoss 

Eröffnung am 13.September 2016 um 19 Uhr
ab 21 Uhr Livemusik mit Silky vs. Pete Deville
Ausstellung von Di, 13.September bis So, 2.Oktober 2016
Finissage am Freitag, 30.September 2016
Öffnungszeiten während der Berlin Art Week: 13.9.- 18.9., täglich 18 – 21:30 Uhr, 16. September 13 – 16 Uhr,

 

Die Ausstellung ist offizieller Bestandteil der Berlin Art Week

You can be what you want.
Leben wir in einem Zeitalter der allgemeinen Persönlichkeitsvervielfältigung? Kann jeder alles sein und muss er das nicht sogar? Werden Künstler zu Kuratoren, Immobilienhaie zu Präsidenten, Rapper zu Politikern und Politiker zu Entertainern und alles umgekehrt und mit weiblichen Berufsbezeichnungen? Muss man auch kreativ und witzig sein wenn man einen Friseurladen oder eine Immobilienverwertungsgesellschaft betreibt? Welchen Namen habe ich noch mal auf Facebook? Welches Gesicht bei Tinder? Wie sexy ist mein Avatar? Welcher Persönlichkeitsanteil von mir hat 1000 Freunde? Ist ein Selfie authentischer wenn es nicht in der Absicht gemacht wurde es auf Facebook zu posten? Warum muss sogar der Joghurt authentisch sein, wenn jeder an der Authentizität von Bildern und Nachrichten zweifelt? Und wie authentisch kann etwas sein, wenn alles vorgibt authentisch zu sein, aber kaum jemand daran glaubt? Sind Künstler authentischer? Oder gerade nicht, weil sie seit jeher einen kreativen Umgang mit dem eigenen Persönlichkeitsprofil und ein, der Öffentlichkeit zugedachtes, Image pflegen? Ist jeder ein Künstler?
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Wie reagieren KünstlerInnen auf den, bis dato exklusiv für sie vorbehaltenen, allgemeinen Zwang zur kreativen Selbstdarstellung und scheinbaren multiplen Persönlichkeitentblößung? Welche medialen Strategien entwickeln sie im Ringen um Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit ihrer Bilder und Botschaften? An welchen neuen Rollenmodellen arbeiten KünstlerInnen in einer Zeit, wo jeder vorgeben kann, das zu sein was er möchte und gleichzeitig glaubt es jedem mitteilen zu müssen? Gibt es neue Taktiken medial gestreuter Desinformation über die eigene Person, Sabotage, Aktionen, eine neue Verwandlungskunst?
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Im Rahmen der Berlin Art Week präsentieren wir im September vier KünstlerInnen im Kulturpalast, die einen spielerischen Umgang mit Schein und Sein als Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit gefunden haben. Dabei werden alle Materialen und Medien verwendet. Wir zeigen Malerei, Zeichnungen, Fotos, Videos, Performance und Musik.
U-Bootkapitäne beim Schiffe versenken, halbfett-Negerinen im postkolonialen Look und eine geheime Kunstgesellschaft hinter Schlagzeug und Akkordeon. Heute muss jeder alles können.
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*Helter Skelter Vol.III

Juni 24, 2016

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Helter Skelter / Vol. III
Sonnabend, 25. Juni 2016
15 Uhr bis 03 Uhr /Empfang um 14 Uhr

Das schnellste Kunstfestival der Saison
12 Stunden / 36 Künstler_innen + 8 Bands
kuratiert von Kulturpalast Wedding International

Fast Art zum Anhören: Helter Skelter ist ein experimentelles Ausstellungsformat, dass die Kuratoren des Kulturpalasts bereits zum dritten Mal präsentieren. Gezeigt werden 12 unmittelbar aufeinander folgende Gruppenausstellungen in 12 Stunden, die von Konzerten Berliner Bands begleitet werden. Jedem Beteiligten steht für seine Präsentation einschliesslich Auf- und Abbau nur eine Stunde zur Verfügung. Durch die extreme Verkürzung der Ausstellungszeit und das direkte Zusammenspiel von Kunst und Musik, Bild und Ton wird ein cineastisches Ereignis herbeigeführt, das sich von Stunde zu Stunde weiterentwickelt. Das bereits legendäre Festival ist ein Rausch für alle Sinne in einer Zeit, in der jeder von uns Bilder und Informationen in Sekundenschnelle rezipieren und verarbeiten muss. Gleichzeitig ermöglicht es neue Blickwinkel auf Kunst und deren Präsentation und eröffnet Publikum und den beteiligten Künstler_innen Raum für Interaktionen, interdisziplinäre Zusammenarbeiten und zufällige Begegnungen- just in time. Um größtmögliche Spannungen zu erzeugen, wurde die Zuordnung der Künstler und auch die Abfolge des Musikprogramms vorab ausgelost.Die unabhängige Glücksfee hat folgende Begegnungen vorgeschlagen:

14-15 Uhr: Empfang mit Frederik Foert (Kunst) und SIU (Musik)
15-16 Uhr:  KUNST:  Misaki Kawabe / Michalis Pichler / Hannah Goldstein/ Ines Eck & Torsten Kulick
MUSIK: Sondereinheit
16-17 Uhr: KUNST: Werner Kernebeck / Jenny Löbert / Matthias Mayer
MUSIK: The Hazi Bros.
17-18 Uhr: KUNST: Chantal Labinski / Ioana Alexe / Annette Stemmann
MUSIK: Katmanka
18-19 Uhr: KUNST: Manfred Kirschner / Françoise Cactus / Michalko & Michalko
MUSIK: Nature In The City
19-20 Uhr: KUNST: Kata Unger / Veronika Schumacher / The b-AGE-ritz
MUSIK: Sick Daves
20-21 Uhr: KUNST: Nora Below / Johann Sebastian Hänel / Der Berliner Gespensterchor
MUSIK: Versus Null
21-22 Uhr: KUNST: Rolf Gesing / Younis Al Azzawy / Annika Putz
MUSIK: PANIKA
22-23 Uhr: KUNST: Silke Thoss / Elke Graalfs / Lawrence Power / Andreas Kotulla
23-0 Uhr KUNST: Fatima Njai / Elio Rodriguez Victores / Pablo Hermann
0-1 Uhr: KUNST: Maryna Baranovska / Karin Bandelin / Bert Gossen
1-2 Uhr: KUNST: Vinzenz Fengler / Mo. Tunn / Alyssa Belgaroui
2-3 Uhr: KUNST: Elisabeth Matthewes / Katrin Hanusch / Julia Schramm

Begleitend dazu gibt es Sonderaktionen von Fräulein Walter (Portraitzeichnen) / Hilke Thor Straten (Außeninstallation).

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Eindrücke von früheren Festivals gibt es unter https://kulturpalastwedding.wordpress.com/category/helter-skelter/

 

*sad set

April 8, 2016

 

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Deus ex machina / Teil 2.  Im April präsentieren wir den traurigsten Tusch der Welt:

Michael Krenz
*sad set
Installation / Aktion

Vernissage am Freitag, 08.April 2016 um 20 Uhr
Ausstellung vom 08.04.2016 bis 22.04.2016
geöffnet Freitags ab 20 Uhr & Sa, So von 16 bis 20 Uhr

Was gibt es zu feiern? Die Flüchtigkeit des Augenblicks. Der Hallenser Bildhauer Michael Krenz entwirft Objekte und Konstruktionen, deren serielle Verfertigungsästhetik den Betrachter unwillkürlich nach der verschollenen Bedienungsanleitung suchen lassen. Für seine humorvollen Ableger deutscher Ingenieurskunst zitiert der Künstler alle Zutaten industrieller Hochglanzproduktion: Stahl, Lack, Aluminium und Tape (gelb / schwarz). Glatte Texturen, common Icons und reflektierende Oberflächen nötigen den Betrachter zu einer Verneigung vor dem Materie gewordenen Design einer bis zur Belanglosigkeit durchgestylten Produktwelt und zur ultimativen Frage: Was kann das?

Doch Michael Krenz` Konstruktionen sind under construction. Kurz bevor sie eine endverbraucherfreundliche Stufe erreichen, bricht der Künstler den Dialog ab und weigert sich die Anlage hochzufahren. Statt dessen präsentiert Michael Krenz physisch wahrnehmbare Erinnerungsinstallationen; Objekte, die mit den Mitteln der Vergangenheit die Zukunft zitieren. Für dieses ambitionierte Unterfangen benötigt der Künstler die richtige Fallhöhe zwischen Inhalt und Verpackung und die Erwartungen des Publikums, die er nonchalant unterlaufen darf.

Am Freitag zeigt Michael Krenz im Kulturpalast Wedding eine Maschine, die etwas kann: Schwarzes Konfetti in die Luft blasen. Für die Flüchtigkeit eines Augenblicks.

Michael Krenz, geboren in Eisenhüttenstadt, studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule in Burg Giebichenstein/ Halle. Die Ausstellung *sad set ist seine zweite Einzelausstellung im Kulturpalast Wedding.

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