KUOPA Wedding Stephan Grosse Grollmann Steherrennen

*Stephan Grosse- Grollmann
Filmnacht im Kulturpalast Wedding

Freitag, 13.Februar 2015
21 Uhr / Eintritt frei

Was geht? Der Nürnberger Filmemacher Stephan Grosse-Grollmann geht mit dem Licht und damit auch mit der Zeit. Das Licht ist wechselnd, abhängig von Tageszeit, Jahreszeit und Wetter. Das Licht entscheidet die Handlung der experimentellen, größtenteils mit Super 8- Kamera gedrehten Kurzfilme des Filmemachers. Durch die Fokussierung auf den Faktor Zeit und durch behutsame Koordination der durch die Zeit vorgegebenen Handlungsabläufe, lässt Grosse-Grollmann den Betrachter am Verrinnen der verfilmten Zeit teilhaben und taucht ihn in einen Fluß, der mal kontinuierlich, mal wild, aber immer unumkehrbar in eine Richtung fließt. Dabei hat der Filmemacher eine Vorliebe für alltägliches Volksvergnügen. Vom Bahnradrennen der Steher bis zum Kettenkarussell: Motive der Wiederholung, gesättigt von Gewimmel, Neonlicht und Glitzer, erschaffen zum Zeittotschlagen.

Im Kulturpalast Wedding, in dem Stephan Grosse-Grollmann zum zweiten Mal ausstellt, wird nun eine Auswahl seiner Filme als Mehrfachprojektionen und in Endlosschleife gezeigt. Mehr Informationen zu den Filmen und dem Macher gibt es hier: http://www.grosse-grollmann.de

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Videolink *Kleine Nacht von Stephan Grosse-Grollmann, VHS, 1987, 10min

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*Alltag im Chaos

August 7, 2013

Flyer Kulturpalast_Tacheles_vorn klein

*Alltag im Chaos
Das Tacheles im Kulturpalast

Eine Ausstellung von Andreas Rost (Fotos)
und Klaus Tuschen (Film)

Eröffnung am Freitag, 30.08.2013 um 20 Uhr
Filmpräsentation ab 21 h / open air
Ausstellung vom 30.08.2103 – 08.09.2013
Geöffnet Fr/ Sa /So von 16- 20 Uhr, u.n.V.

„Die Ideale sind ruiniert. Rettet die Ruine!“

Der einleitende Satz stammt von einer Künstlerin aus dem Tacheles und steht auf der Rückseite des Bildbandes TACHELES / ALLTAG IM CHAOS von Andreas Rost. Nun hat die Rettung der Ruine im Fall Tacheles leider nicht geklappt und Ruinen sind spätestens seit dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche oder bereits seit der Fertigstellung des Schlosses auf der Pfaueninsel im Jahr 1797 keinen weiteren stadtplanerischen Gedanken wert. Mit den romantischen Steinhaufen werden auch Stadtgeschichten, Lebensgeschichten und Lebenswerke entsorgt. Die Zeugen der kollektiven Vergangenheit werden den Investitionen zugunsten Einzelner geopfert. Die Ruine in ihrem Zustand des NICHT MEHR und NOCH NICHT ist gleichzeitig auch ein Ort für Visionäre, Träumer und Kunstproduzenten, einem Personenkreis, dem das Zeitlose und Unfertige als Grundlage und Bedingung für die eigene Arbeit vertraut sind. Nun haben auch die KünstlerInnen des Tacheles ihre Ruine verloren und konkurrieren mit dem Rest der Berliner Kunstszene um die letzten verbliebenen Zwischenorte. Da die Arbeit dieser Menschen zweifelsfrei eine gesellschaftliche Relevanz hat, zerstört die Gesellschaft mit den Ruinen auch ihre eigene künstlerische Substanz.

Beim Tacheles ging es von Anfang an um die Rettung einer Ruine. Der Fotograf Andreas Rost und der Filmer Klaus Tuschen waren in den Anfangstagen dabei, als Künstler und Aktivisten am 13.Februar 1990 die geplante Sprengung des ehemaligen Kaufhauses durch eine Hausbesetzung verhinderten. Beide begleiteten die Entwicklung des Hauses und ihrer Bewohner in den ersten Jahren mit Fotoapparat und Filmkamera. Die entstandenen Arbeiten zeugen von den schwierigen Anfangsjahren als „das Chaos versuchte sich selbst zu strukturieren.“ Hausinterne Grabenkämpfe gefährdeten von innen heraus das Projekt; Polizei, Verwaltung und rechte Schläger von aussen. Tuschen und Rost blieben gegen alle Bedenken und Einwände dicht bei den Künstlern und Besetzern. Sie filmten, fotografierten und befragten jeden Einzelnen. Herausgekommen ist ein berührendes Soziogramm aus einer Zeit, in der alles möglich schien und es in Berlin zeitgleich zwei regierende Bürgermeister gab, die auch nicht genau wussten wie es weitergeht. Zugleich ist es die Bestandsaufnahme eines Hauses, das für viele zur Heimat wurde und dessen Bewohner mit ihren Ideen, Lebensträumen und Interventionen maßgeblich zur internationalen Strahlkraft dieser Stadt beigetragen haben.

Im Kulturpalast Wedding zeigt Andreas Rost eine Reihe von Portraits aus seinem 1992 veröffentlichten Tacheles- Bildband, die er mit Originalzitaten der portraitierten Künstler multimedial kombiniert. Der zwischen 1990 und 1991 entstandene Dokumentarfilm „Aufgestanden in Ruinen“ von Klaus Tuschen wird am Freitag ab 21 Uhr open air im Hinterhof des Kulturpalastes in den Backsteinruinen gezeigt. Rettet auch diese!

Kunsthaus Tacheles_Klaus Tuschen_Kulturpalast_Wedding_International_.pngBildschirmfoto 2016-04-25 um 23.59.18
Trailer *Aufgestanden in Ruinen, Dokumentarfilm von Klaus Tuschen, 1992-

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Alina_Vasilchenko_Moscow_Beauties_Kulturpalast_Wedding

Moskau kommt. Am Freitag:

Alina Vasilchenko
*Moscow, Moscow Citizens And Guests Of The Capital
Videoinstallation/ Projektion

Eröffnung am Freitag, 26.April 2013 um 20h
Ausstellung vom 26.04. 2013 bis 05.05.2013
geöffnet Sa, So von 16 bis 20h, u.n.V.

Die junge Moskauer Künstlerin Alina Vasilchenko zeigt in mehreren Videoepisoden skurille Alltagszenen aus ihrer Stadt. Die bewusst einfach geschnittenen und aus einer distanzierten, voyeuristischen Perspektive gedrehten Filmschnipsel lassen den Betrachter am verwunderten Blick der Künstlerin auf einen Moscow Way of Live zwischen Geld, Schönheit, Dreck und Überlebenskampf teilhaben. Pro Episode widmet sich Alina Vasilchenko mit lakonischem Witz und in unkommentierten Langzeitaufnahmen einem Thema, das die Widersprüchlichkeiten einer Metropole im Umbruch aufzeigt. Dabei stehen stets die Menschen und ihre selbstgewählte und oft etwas schräge Positionierung im Stadtraum im Mittelpunkt des Geschehens. Im Film Moscow Beauties etwa kann man junge Moskauer Frauen dabei beobachten wie diese sich in Schaufensterscheiben betrachten oder sich posierend vor Brunnen und Sehenswürdigkeiten fotografieren lassen. Der Film The Railway Station wiederum zeigt in einer Langzeiteinstellung Schwarzfahrer, die über Gleise laufen und mühsam auf einen Bahnsteig klettern um kein S-Bahn Ticket kaufen zu müssen. Die Künstlerin schafft es, trotz der zuerst banal wirkenden Sujets, den alltäglichen Irrsinn einer Großstadt mit dem richtigen Blick für Zeitpunkt und Mitmenschen zu ganz großem Kino im Kleinformat zu machen.

Der Ausstellungstitel *Moscow, Moscow Citizens And Guests Of The Capital* ist gleichzeitig ein Marketingslogan der Moskauer Tourismusbehörde und kann laut Künstlerin in allen Wortbedeutungen ernstgenommen werden.

Im Kulturpalast Wedding zeigt Alina Vasilchenko eine Installation aus Projektionen, die den Betrachter in das ferne Geschehen hineinziehen. Die Ausstellung ist ihre erste Ausstellung in Deutschland. The artist is present.


→Vorschau: Moscow Beauties        http://www.youtube.com/watch?v=vOnq_Bx9pLM
→Vorschau:The Railway Station   http://www.youtube.com/watch?v=H-_pebCRXm4

Moscow Beauties Alina Vasichenko Kulturpalast Wedding  S2100007

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*In-der-Kunst-sein

April 21, 2012

21.04 /22.04.2012
Rolf Thiele
*In-der-Kunst-sein
Betrachtungen über ein Gefühl
2 Vortragsabende in Zusammenarbeit mit Galerie Crystal Ball Berlin

Sonnabend, 21.April 2012 um 20h
Vortrag Teil 1

„In-der-Kunst-sein, unpersönlich aufgefasst. Die Gleichgültigkeit.“
Kunst kann man nur lehren, erklären, indem man in der Kunst spricht,
und nicht, indem man über Kunst spricht. (RT)

Ort
Kulturpalast Wedding International
Freienwalder Strasse 20
13359 Berlin-Wedding

Sonntag, 22.April 2012 um 20h
Vortrag Teil 2

„In-der-Kunst-sein, persönlich aufgefasst. Die Verantwortung.“
Wirklich können kann man in der Kunst nur das, was man nicht kann. (RT)

Ort
Galerie Crystal Ball
Schönleinstrasse 7
10967 Berlin-Kreuzberg

Rolf Thiele, Jahrgang 1942, lehrte von 1974-2007 als Kunstprofessor an
der Hochschule für Künste/university of arts Bremen. Lebt und arbeitet
seit 15 Jahren in Frankreich im Kunstprojekt www.academie-galan.de
Dieses Projekt wird in den Vorträgen mit Bildern näher vorgestellt.

Beide Vorträge können unter dem nachfolgendem Link aufgerufen werden:

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bad boy kummer 

Freitag, 21. Januar 2011 + Beginn um 20 Uhr + Eintritt frei

BAD BOY KUMMER von Miklos Gimes

Ein Filmabend präsentiert von Bernd Böhlendorf und Ter Hell

Tom Kummer lebte als Künstler in Berlin und wurde zum Star der gefälschten Interviews. Seine Spezialität war Hollywood. Er traf Sharon Stone, Sean Penn oder Bruce Willis zu langen, ernsthaften Gesprächen, die alle erfunden waren. Vier Jahre lang belieferte Kummer seriöse Blätter in Deutschland und der Schweiz, bis er aufflog. Heute arbeitet er als Tennislehrer in Los Angeles. Kummer hat alle über den Tisch gezogen: Die Medien, die Stars, und vielleicht sich selber. Ein Film über das weggeworfene Leben eines grossen Talents. Und über die Frage, was Wahrheit ist. © T&C Film, 2010

Hier gibts einen ersten Ausblick:     →http://www.kummer-film.ch

Im Vorfeld gibts ein paar Zeilen aus Kummers Eisbär Knut -Interviews. Anschliessend präsentieren wir die allerersten Aktionen und Videoarbeiten von Tom Kummer und Ter Hell. Brennende Mauern, zersägte Nobelkarossen und die Antwort auf die Frage, warum alles so gekommen ist. Ein Einblick in die kompromisslose Berliner Kunstwelt der Achtziger Jahre.

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*Objet-trouvé

Juli 10, 2010

Sonnabend, 10. Juli 2010
Beginn um 20 Uhr

*OBJET-TROUVÉ
a man, a woman and a mango – the most beautiful mango in this world.

Kurzfilmpremiere von und mit  Alexander Hector
www.twoshot.de/objet-trouve

Ein Filmabend, begleitet von den Hazi Bros.
(Weltmusik aus dem Berliner Wedding)

 

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Freitag, 18.7.2008 um 21 Uhr

VolksLesen.tv im Kulturpalast!

VolksLesen,tv ist eine virtuelle Bibliothek und ein Panoptikum des lesenden Volkes. Die Bibliothek öffnet sich auf einen Mausklick. Klickt man nämlich eines der aufgeschlagenen Bücher an, öffnet sich ein Bildschirm und ein Mensch liest einen kurzen Ausschnitt aus einem Buch vor, das ihm am Herzen liegt.

Jede Woche werden neue Lesungen von einer Gruppe von Menschen gezeigt. Taxifahrer lesen und Hebammen, Jesuiten und Hindus, polnische Geschäftsfrauen und Teemeister, Obdachlose auch. Die Lesungen sind ca. 5 Minuten lang.

Nun gibt es zum ersten Mal die Gelegenheit, VolksLesen live zu erleben. Am Freitag könnt ihr einen Ausschnitt aus eurem Lieblingsbuch im Kulturpalast vorlesen. Eure Lesungen werden dann unter dem Motto „Kulturpalast liest.“ aufgenommen und bei VolksLesen.tv gezeigt. Kommt einfach mit Buch vorbei!

VOLKSLESEN TV IM KULTURPALAST LINK

WWW.VOLKSLESEN.TV

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